Entsorge NIE Dein altes, bequemes Sofa!

Der Titel dieses nach langer Zeit wieder äusserst aktuellen Blog-Beitrags ist zugleich der Spoiler: Entsorge niemals Dein bequem durchgesessenes Sofa! NIEMALS. Ich habs getan und sitze nun seit Monaten auf einem gottlob immer mitgezügelten Provisorium, das ich mit allerlei Utensilien fast so bequem gemacht habe wie mein altes Sofa, das nun wohl irgendwo auf dem Entsorgungsberg alter Möbel thront. Und dem ich öfters nachweine. 

Aber von Anfang an: nicht erst am Anfang der Pandemie befand ich, dass mein zehnjähriges, eventuell etwas wuchtiges Sofa in praktischem Allerweltsbeige in Rückenlage ziepte (meine), wenn ich las oder beim hie und da Bingewatching einschlief. Es hat eben viel erlebt, Affären, Besuche von leidenschaftlich gerne kleckernden Goofen, einige Zügelten. Also surfte ich auf besagtem, lieben Sofa erst online bei den üblichen Anbieterinnen, doch weil ich froh war, dass man endlich wieder live in Geschäfte gehen konnte, ging ich in eins gleich bei mir um die Ecke. Diese Sofa-Anbieterin, eine hippe Sofacompany (sic!) führt in einem futuristischen Bürokomplex parterre einen Showroom mit dänischem Sofamöbeldesign, viel Tageslicht und dekoriert mit sehr jungem, rankem Personal. Ich bestellte erst mal einen Polsterhocker, zur Qualitätsprobe. Kein Risiko, denn man durfte alles zurückgeben, wenns nicht gefällt. Toll!

Bald kam der Hocker, doch schon beim Auspacken machte er sich mit mir mit beissendem Geruch bekannt. Ich packte sofort wieder  ein, brachte das Ding retour, wir wohnten ja quasi nebeneinander. Also nein, flötete die Rehaugen-Verkäuferin, sowas sei total ungewöhnlich! Ja, ich habs geglaubt und: Ja, diese Firma produziert sog. dänisches Design, hergestellt in Vietnam, vorgestellt in Showräume in hippen, europäischen City-Quartieren. I smell a rat, sagen Sie jetzt. Ich auch, zu spät. Nachdem man mir am Telefon schwur, dass der Chemiehocker wie erwähnt ein Einzelstfall gewesen sei, und man nehme ja problemlos zurück, entschied ich mich an Ort und Stelle für ein neues Sofa. Es sah  so bequem aus, so dänisch schlicht, so gleichfarbig wie mein liebes Sofa zuhause. Und es sollte in zwei Wochen schon geliefert werden, wobei man gerne mein Altes entsorgen würde für einen fairen Betrag. Ich war blind begeistert. 

Nach zwei Wochen kamen zwei muskulöse Lieferkerle, schleppten mein Altes hinaus, schmissen es in den Laster (es tat mir weh!), packten das Neue aus, dann waren sie weg. Ich legte zwei Kissen auf das Sofa, ging kurz einkaufen, kam zurück, fing an zu schnuppern, was roch da so streng? Ich lüftete, dann ging ich zu Bett. Nachts muss dann eine Art giftgrüne Chemiewolke in mein Schlafzimmer gewabbert sein, ich wachte mit einem Ruck auf, riss alle Fenster auf. Das ging drei Tage lang so, dann rief ich die Firma an. Diesmal landete ich nicht im schönen Showroom, sondern irgendwo in einem Service-Homeoffice, sprich Küche in Deutschland, musste bei einer überforderten Mom (sie kochte grad Spagetti für ihre Kids) die Rücknahme des Stinkmöbels diskutieren. Immerhin das klappte, wobei sich niemand für den durchaus dramatisch geschilderten Grund interessierte. Und als ich anderntags noch eine Decke, die ich als Goodie erhalten hatte, diesmal im Nebenan-Showroom abgab, behandelte mich der vormals so nette Showroom-Scheff wie eine lästige Amöbe. Sagt man nicht, man erkennt eine Firma an der Art und Weise, wie sie Qualitätsmängel händelt? Längst vorbei, pah! 

Nein, tut mir leid, aber die Geruchs-Geschichte ist noch nicht zu Ende. Wild entschlossen, nun alles richtig zu machen, ging ich zum etabliertesten, manche sagen zum bünzligsten Schweizer Möbelhaus, da wo garantiert massive Qualität verkauft wird. Das erklärte mir jedenfalls eine gute Freundin. Das dortige Personal war einiges älter (für mich als Vollreife vertrauenerweckend). Die Beraterin versicherte mir auf ich gebs zu penetrantes Nachfragen bezüglich möglichen um Gotteswillenjanicht-Geruchsemissionen des gewählten Sofas, dass bei ihnen SOWAS nicht vorkomme. Ein durchaus angenehmer Neumöbelduft, aber Chemie-Gestank, nie und nimmer. Man fertige schliesslich in Europa. Zur Sicherheit wählte ich ein Natürlichst-Upgrade in Leinenbaumwollstoffüberzug aus, logo, in der Farbe meines Ex-Sofas, dem ich täglich nachweinte, dann wartete ich geduldig zehn Wochen lang auf mein neues, garantiert nur feinduftendes Sofa. 

Der Laster fuhr endlich an, die Lieferkerle hoben heraus, schleppten rein, ich legte meine Lieblingskissen aufs Sofa, dann ging ich spazieren. Als ich zurückkam, schnupperte ich, oh, durchaus Neumöbelduft, das hatte ja die eifrige Beraterin vorausgesagt. Dagegen helfe zwei Tage lüften. Dann lege sich das.  Ich lüftete, anderntags lüftete ich wieder, eine ganze Woche lang, heftig, kurz, bei Regen und Sonne. Vergeblich. Das ganze Sofa roch eben nicht bloss feinneumöblig, sondern nach üppig eingesetzter Chemie. Nein, nicht das ganze, als ich die Überzüge, die teuren, biologischen, abgezogen hatte, merkte ich, dass sie  die einzigen Teile des Möbels waren, die nicht penetrant grusig synthetisch/holzleimig/Sägemehl/feucht stanken. Schade für die schönen Teile. Leider waren sie auch noch schluddrig konfektioniert. Zwei gute Gründe, das Sofa zurückzugeben. Mittlerweile hatte ich herausgefunden, dass das Stinksofa immerhin nicht in Fernost, jedoch irgendwo in Osteuropa gefertigt worden war. Und die Möbelfirma mittlerweile zu einer ausländischen Discountkette gehört, die sich für Rückmeldungen erst mal halbtot stellte, mir sogar drohte, das Ding zurechtgezupft wieder anzuliefern. Das konnte ich nur verhindern, als ich anbot, einen Ersatzkauf zu machen. Vor dem mir nun grässlich graut…

Jetzt habe ich nach all dem Sofastress einen ekligen Tinnitus, hocke weiter auf meinem Provisorium und wenn ich nur das Wort Sofa höre, kriege ich einen Heulkrampf. Hätte ich doch bloss mein liebes, durchgesessenes Sofa, das übrigens anfangs schlicht nach gar nichts roch – es geht also auch so – behalten. Aber weiss mans vorher? Drum rate ich einfach: wenns noch äsbizli funktioniert, JA NICHT auswechseln! Egal was. Ob WLAN, TV oder Möbel. (Meinetwegen auch Männer…) Das ist besser für die Umwelt und fürs Nervenkostüm. 

Foto: Mein liebes, altes, bequem durchgesessenes Sofa, ich will es wieder haben, wer es gesehen hat, bitte bei mir melden. Hoher Finder*innenlohn!!!! 

http://www.marianneweissberg.ch – ohne Sofa, aber mit feinem, literarischem Gehalt.

Über Freundschaft: Meine Frenemys!

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Kürzlich stiess ich in einem Newsletter auf einen Link zu einem Artikel: Über Freundschaft. Erstaunt registrierte ich, dass in diesem Text in einer führenden US-Tageszeitung das Thema Freundschaft nicht im Howtodo-Tenor abgehandelt, sondern als wissenschaftliches Forschungsthema für ein interessiertes, kluges Publikum präsentiert wird. Es ging um neue Erkenntnisse: Was Freundschaft mit den Involvierten mache, welche Auswirkungen sie auf die Lebensqualität habe. Nämlich, Achtung, sehr oft negative. Also keine Lobhudelei, dass man unbedingt viele Freundschaften haben sollte, weil sowas eminent wichtig sei für die Lebensqualität. Das wird ja dauernd gepredigt. Aha, dachte ich es doch: Freundschaften an sich sind kein Garant fürs gute Leben. Wieviele Male hirnte ich über vermeintlich enge Freundschaften, war total frustriert, weil ich ES einfach nicht verstand. Dass es so unangenehm war.

Was mich besonders verblüffte, war die Schlussfolgerung des Artikels: Meist glauben an Freundschaft Beteiligte, dass sie für den anderen/die andere gute Freund*innen seien, also sehr gemocht werden, doch das sei in Realität sehr oft anders. Die andere „Partei“ betrachte den Freund/die Freundin als unwichtig oder nicht angenehme Gesellschaft. Deshalb, so die Forschenden, seien viele Freundschaften so verwirrend und belastend. Aha, kenne ich doch, murmelte ich und dachte an manche meiner langjährigen Freundschaften, die ich als verbindlich ansah, dann erstaunt und gekränkt war, wenn sich die andere Seite uninteressiert bis fies benahm. Jetzt wurde mir klar: Für die Gegenseite war ich keine gute Freundin, sondern lief unter: ferner liefen, oder: mir nicht sympathische Person.

Und lief und lief…, denn Liebesbeziehungen können ja durch Trennung/Scheidung beendet werden, mühselige Freundschaften schleppen sich jedoch jahrelang, gar jahrzehntelang dahin, ein Trennungs-Ritual, das gesellschaftlich anerkannt ist, gibt es nicht.

Etwa für die Freundin aus den Tagen, als wir junge Mütter waren. Ich war nicht sehr involviert, sie mass der damaligen Freundschaft, wie ich durch ihre Erzählungen später merkte,  aber grosse Bedeutung bei. Doch als sie Jahrzehnte später den Kontakt wiederaufnahm, weil sie meine Bücher las, freute ich mich. Und sie bemühte sich anfangs sehr um mich. Das dauerte jedoch nur solange, wie ich für sie die Rolle der bewunderten Autorin einnehmen sollte. Als dies verblasste, benahm sie sich (wie passend) herablassend. Irgendwann spürte ich: Die mag mich gar nicht.

Ich habe noch andere fragwürdige Freundschaftsexemplare: Derjenige, der mich hintergangen hat, diejenige, die mich rekrutiert, um nicht alleine zu sein. Diejenigen, die  losklagen, aber an meiner Meinung nicht interessiert sind. Derjenige, der vollmundig Wichtiges verspricht, es aber sofort vergisst.  Jetzt, nach jenem klugen Artikel pkto. Freundschaftsforschung ist mir klar: Ich bin für diese vermeintlichen Freund*innen eine Art Zweckperson. Es steht mir aber frei, solche Freundschaften abzulehnen. Heute geht das ja einfacher, man antwortet nicht mehr auf Nachrichten, faule Freund*innen – oder eben Frenemys, also feindliche Freund*innen – merken das meist nicht mal.

Und ja, ich überlege jetzt auch, wie ich das mit Freundschaften, die man mir anträgt, fair halte. So wie mit jener Bekannten, die uunbedingt ein Treffen will. Ich aber nicht. Oder höchstens eine Stunde für einen Kafi. Ein einziges Mal. Ich ahne, das klappt nicht. Vielleicht hat Freundschaft viel mit Feigheit und Faulheit zu schaffen, weil man oft nicht alleine klarkommt…?

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Foto: Ein gegensätzliches Freundschafts-Paar, geht sowas gut?

Die Entdeckung der Unordentlichkeit!

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Vieles hat mich in den letzten Monaten bewegt oder verunsichert. Oder beides. Und obwohl ich jede Menge tolle Blogs und Artikel lese über weibliches Altern, wie wir dieses uns in einer neuen Weise aneignen können – Haare grau tragen, unsexy Kleider, die uns ein bequemen Alltag ermöglichen, Frauenstreiken für faire Frauen-Renten – macht mir mein Alter jetzt oft Angst. Geht es nur mir so, dass die Monate dahinrasen – und schon steht ein weiterer (noch -70)-Geburtstag an! Ich bin blöderweise eine Nostalgikerin, wie war das doch schön mit 63 denke ich, war 2015 nicht ein ganz tolles Jahr? Stimmt das wirklich, und wieso ist das bereits vier Jahre her, wo ist bloss die Zeit geblieben? Was habe ich eigentlich inzwischen gemacht?

Genauso dachte ich übrigens schon, als ich noch viel jünger war, ich war überzeugt, dass ich viel weniger schaffte als andere Frauen, v.a. AutorInnen. Langweilte ich mich nicht bloss durchs Leben? Da blickte ich kürzlich auf mein Büchergestell, auf dem all meine Bücher eine ganze Etage einnehmen, und musste schallend lachen: Wer hat die wohl  geschrieben? Ich, und das muss eben in all den Jahren passiert sein, in denen ich ob meiner Untätigkeit verzweifelte. Wieso merkt man sowas erst im Nachhinein? Garantiert werde ich in zehn Jahren mich verzweifelt nach dem Damals (also heute) sehnen, denken, wow, was hat die da alles gemacht, im 2019, war noch gut zwäg, sah interessant aus, wieso hat die das nicht gemerkt, nicht geschätzt? Ich glaube, dieses ständige Zweifeln ist frauenspezifisch. Oder tu ich da den Männern unrecht?, grübeln die auch dauernd…?

Vielleicht lese ich einfach zuviel über das Altern(n)? Vielleicht sollte ich all jene Blogs nicht mehr lesen. Blogs würden sowieso nicht mehr gelesen, hab ich nun zweimal by Bloggerinnen mitgekriegt. Ist das so? Wusste ich nicht. Wer hat das so festgelegt? Die Blogpolizei? Also was noch zeitgemäss, nützlich, ja erlaubt ist in Sachen Information und Kommunikation. Ich hatte wirklich absolut keine Ahnung, dass Blogs plötzlich altmodisch sein sollen. Soll man besser nur noch Föteli auf Instragramm ansehen mit seltsamen Hashtags? Ich war so perplex, dass ich nun ernsthaft überlege, meinen Blog zu schliessen, um nicht negativ aufzufallen. Aber wenn das Schule macht, dann könnte ich jene zwei Blogs nicht mehr lesen, in denen ich jeweils gedanklich in die Hamptons und nach Minnesota reisen kann. Ich mag das sehr, ich finde das mystisch, und vielleicht mag ja jemand da draussen auch das, was in mir und um mich herum vorgeht, worüber ich schreibe.

Worüber ich heute eigentlich schreiben wollte: Über das Entdecken der Unordentlichkeit. Ich finde sie neuerdings dringend nötig. Ich werde nämlich je älter, desto ordentlicher. Und das fiel mir lange nicht auf. Bis ich merkte, wie viel Musse ich dadurch verpasse. Gemütlich an diesem Blogtext schreiben, in dem Roman über ein Kochduell zwischen einer Southern Belle und einem Beachbum schmökern? Gaats no! Schon steh ich auf und prüfe den Trocknungsgrad meiner soeben gewaschenen T-Shirts. Die hängen perfekt auf Holzbügeln, damit sie nicht knittern. Rund um mich herum ist aufgeräumt, geputzt, das Altpapier gebündelt, alles hat einen ordentlichen Platz, nichts ist unaufgeräumt. Das finde ich ganz schlimm!! Ich bin ja längst so wie meine Mutter geworden und habe es nicht gemerkt! Bloss hatte die Personal, heute aber bin ich mein eigenes Personal, das gefälligst perfekt funktionieren muss.

Doch durch das ordentlich sein, verliere ich dermassen Energie und Lebensfreude, dass ich vieles, was ich mag, monatelang ja jahrelang aufschob. Bis ich heute um vier Uhr zwanzig mit einem Ruck aufwachte, mir ein Müesli und einen Kafi machte, beschloss, sofort Ferien zu buchen. Das hatte ich ja längst vorgehabt, doch weil ich es in Sachen Ferienplanung perfekt machen wollte, konnte ich mich zwischen den Hotels, die mir das Tourismusbüro Klosters vorgeschlagen hatte, wochenlang nicht entscheiden. Als ich anrief, war fast alles ausgebucht, bis auf ein Hotel, das mich sehr nett beriet und notabene noch genau ein einziges Zimmer frei hatte. Gott, war ich froh, ich reservierte sofort. Das ist doch ein Zeichen, nicht wahr? Für mehr Laissezfaire, für mehr Unordnung: wieder mehr „as good as it gets“. Das sollte doch genügen.

Ich finde das aber sehr schwierig, sicher auch, weil die Zeiten so schwer begreiflich und auch oft bedrohlich geworden sind. Da poliert man doch gerne mal die Duschwand oder schrubbt das Klo poreintiefrein, wird risikoresistent. Jedenfalls ich. Ich werde nun ganz sachte anfangen, schön unordentlich zu werden. Ich freue mich diesbezüglich schon aufs Packen, ich habe eine sehr gemütlich, alte Ledertasche, keinen Rollkoffer. In die Tasche werfe ich möglichst wenig rein, vielleicht vergesse ich sogar absichtlich dies oder das. Ich putze nicht vor der Abreise, mache keinen Giessplan für die Pflanzen, ich sehne mich nun so sehr nach der Chaotin in mir, die mein Leben wieder ein wenig durcheinanderbringen könnte. Sie muss doch irgendwo noch sein?! Hallo?

http://www.marianneweissberg.ch, hier ist nicht alles so perfekt, aber hey, das sehe ich jetzt als eine Art Therapie zur neuen Unordentlichkeit.

Foto: Ein kleiner Akt des genüsslichen Trotzes, das Besteck kam ungeordnet aus dem Geschirrspüler in die Küchenschublade.

Da bleiben = Cool bleiben!

Ich gehe in meine Sommerpause. Wie immer bleibe ich zuhause und tue möglichst nichts. Früher fanden das alle seltsam, ich auch äs biz. Mittlerweile bin ich total trendig, denn Nichtstun heisst ja auch: möglichst wenig klimaschädlich agieren. Ich fliege seit anfangs der Neunziger nicht mehr. Ich fand, es sei nicht nötig, da ich ja nicht gerne weit reise. Heute nennt sich das Flugscham, okay, dann leide ich eben gerne unter Flugscham, wie auch immer. Ich lasse mein kleines Auto wochenlang stehen. Früher lud ich Hund und mich ins Wägeli und dachte mir nicht viel dabei, war halt bequemer und sicher auch billiger als zwei ÖV-Tickets zu lösen. Heute ist der Hund im Himmel und ich fahre gerne mit Zug (selten, da ich ja ungern verreise), Tram und S-Bahn in Züri. Dabei denke, wie blöd und arrogant sind diejenigen, die morgens in ihren stinkenden SUVs nach Züri reindrängen, abends rausstressen. In den Verkehrsnachrichten reihen sich die Staumeldungen und zunehmend die Unfallmeldungen nahtlos aneinander. Diese Auto-Löli, die auch noch solo in ihren Karren thronen, können ja auch nicht mehr fahren, knallen ineinander oder wo rein. Apropos, ich fahr auch nicht mehr so gut, noch ein Grund, auf ÖV zu vertrauen, statt auf meine alternden Fahrkünste.

Wenn ich zuhause bleibe, habe ich auch Zeit, zum Einkaufen und Kochen. Man muss gar nicht extra in NoWaste-Läden posten, das geht auch bei Denner & Co. Keine Tomaten in Plastiksärgli kaufen, alles Gemüse und das Obst ohne es erst in Plastiksäckli zu beigen, aufs Kassenband legen. Und REKLAMIEREN, wenn man etwas daneben findet, wie eben die Bio-Tomaten in Plastiksärgli. Aber auch loben, wenn sogar der Discounter die Gurken mal ohne Folie anbietet. Hey, das finde ich toll, sagte ich heute der Filialleiterin, aber das mit den Tomaten, no way, kaufe ich sowas, melden Sie das doch bitte der Geschäftsleitung. Und das gemütliche Kochen? Ja, das erstreckt sich auch auf Restenverwertung. Ich will mich ja nicht loben, doch eigentlich schon: Bei mir wird nichts Essbares fortgeworfen. Es ergibt sich einfach nicht, weil ich das a) pervers fände und b) weil ich mich informiere über interessante Rezepte, die man einsetzen könnte, um dies oder das in aller Musse köstlich fertig zu verwerten.

Was ich auch noch tue, indem ich im Sommer nichts tue: Ich lese Bücher aus der Bibi, ich sehe Filme aus der Bibi. Alles auf meinem Sofa, das verursacht keine Emissionen. Ich schreibe sogar in einer Bibi, die zu Fuss erreichbar ist. Und ich nehme Snacks mit, die ich zuhause vorbereite. Wasser in einer kleinen Petflasche, in der mal Orangensaft war. Halt so kleine Sachen, an die mich mich zu denken gewöhnt habe. Damit ich nicht irgendwo was Schnelles, meist Grusiges posten muss.

Doch, doch, ich denke oft daran, wieder einen Hund zu kaufen. Aber nachdem ich las, welche Auswüchse an Klimaschäden die Haustierindustrie verursacht, dachte ich, oj, jetzt kannst du den Hund wohl endgültig begraben. Also gut, das ist noch nicht definitiv… mal sehen. Fazit: Wenn man so überlegt wie ich es tue, leben will, wird es nicht einfacher. Manchmal denke ich: Scheiss drauf, ich will auch mal meinen Umwelt-IQ wie diejenigen unterirdisch dümpeln lassen, die im laufenden Auto auf ihr Phone starren, so wie das Päärli gestern, an dessen Autoscheibe ich deswegen klopfte. Ach, wie glücklich dumm sind die. Bloss, soll ich all jenen Dummen auch meinen Planeten überlassen, denen es zu mühsam ist, das Gehirn, falls vorhanden, in Betrieb zu setzen? Nein, das passt (leider) nicht zu mir. Ich bin viel zu stur. So wie jene Greta, die ich zwar etwas seltsam finde, aber auch voll okay. Eigentlich wie ich, wenn ich so überlege…

http://www.marianneweissberg.ch – da können Sie auch gratis lesen, und wenn Sie ein Buch bestellen, bringe ich es in Züri by Tram persönlich vorbei!

Foto: Ein Glacé vor dem Bildschirm, ja, ja, das Glacé mach ich demnächst selber, und ja, irgendwann stell ich wieder auf Schreibmaschine um.

Madonna mit ü60!

Beeri

Ich habe lange hier nichts mehr geschrieben. Oft dachte ich, also dies oder das wäre ein Thema für meinen Blog oder meine ‚Kult‘-Kolumne. Letztere schläft, weil die Zuständigen es nicht fertig bringen, das Format technisch upzudaten, so dass es visuell ordentlich aussieht. Als ich die diesbezügliche Diskussion live mitbekam, war ich verblüfft und etwas schadenfreudig: Man schreibt ja uns Frauen Zickigkeit, Uneinigkeit und Neid zu, doch wehe, wenn sich Männer zoffen, weil sie ihr Thrönli verteidigen wollen, also wer was tun darf/sollte, dann geht nichts mehr. Hätte ich schlichten sollen, wollen? Früher hätte ich sowas gemacht, heute nicht mehr, zu anstrengend. Also wieder eine Verpflichtung bis auf weiteres abgelegt. Ja sowas macht mir mit ü60 mehr Freude, als etwas zu er/behalten.

Ich glaube, das verstärkt sich bei mir mit dem Altern. Und ich finde es ein angenehmes Talent. Zum Beispiel habe ich das Thema „Ui, ich muss toll aussehen“, weil mich ja jemand ansehen möchte, abgehakt. Es ging mir abhanden, als ich mir die Haare nicht mehr färbte. Da fiel mir auf, wie viel Zeit und Geld ich spare, weil ich nicht mehr auf dem Kopf, sagen wir mal wie Dreissig aussehen muss. All die Frauen, die sich ein Stück Vergangenheit in Form ihrer jugendlichen Haarfarbe anfärben, tun mir äs biz leid. Oft haben sie einen Mann zuhause, der das tupfengleiche Susi von viel früher behalten will, weil es so ein bequemes Serviceteil war. Ich finde, wenn schon färben, dann in einer ganz anderen Farbe, zum Beispiel blau. Man bezieht doch das alte Sofa auch nicht mit dem gleichen Stoff, sondern probiert was Neues aus. Oder belässt ihm seine mit dem Alter immer schöner scheinende Patina. Das kann auch „neu“ aussehen.

Leider getraut sich ausgerechnet Madonna nicht, schön zu altern. Das finde ich soo schade, denn sie würde toll aussehen mit sichtbaren Falten und grauem Haar. Gäbe sie dem eine Chance, könnte sie es aufregend interpretieren. Madonna wurde kürzlich in der New York Times ein seitengrosses Portrait mit dem Titel „Madonna at Sixty“ gewidmet. Es ist ein, ich habe es extra gelesen, sorgfältiges und gutes Portrait. Ich habe noch einiges gelernt, was ich noch nicht wusste, obwohl Madonna mein Leben musikalisch und visuell begleitete, seit rund 35 Jahren. Statt sich bei der Autorin, die viele Male bei ihr war und sich garantiert die Finger wundgeschrieben hat, um Madonna mit 60 gerecht zu werden, zu bedanken, schiss sie sie in diesen elend blöden sozialen Medien öffentlich zusammen: Alles hätte sich um ihr Alter gedreht!, reklamierte Madonna. Und: Sowas würde bei einem Mann kein Thema sein.

Stimmt so nicht. Da muss ich widersprechen, das fortschreitende Alter ist immer ein Thema, weil es uns Alte berührt, oft ängstigt, weil es Junge interessiert, da sie wissen möchten, wie es weiter vorne für sie weitergehen könnte. Madonna sah nur die Zahl 60 und erschrak. Ich kann das nachvollziehen. Als ich 61 war, schrieb eine Journalistin über das Thema Einsamkeit. Sie befragte mich ausführlich, und als sie mir den Text mailte, fühlte ich mich nicht verstanden. Ich war sauer, erklärte, dass sie meine Aussagen verfälscht hätte. Heute weiss ich, dass mich die Altersangabe, 61, die so schwarz auf weiss neben meinem Namen zu lesen war, schockierte: Ui, jetzt wissen alle, dass ich soo alt bin. Frauen können ja gut murmeln, schwindeln, ablenken, wenn man sie fragt, wie alt sie sind. So müssen sie sich und anderen nicht eingestehen, dass sie tatsächlich altern.

Madonna fühlt sich bloss theoretisch 60. Wenn sie in den Spiegel schaut, kann sie dank Lifting, Botox, blonder Wallemähne eine längst verlorene Jugend herbeifantasieren. Bis eben jemand es hinschrieb, wie alt sie sei. Bald 61! Ja, das ist eben nicht mehr jung, nicht mal mehr mittelalterlich, das ist vollreife Menopause, ein Thema, worüber die Autorin mit Madonna gerne geredet hätte, wie sie schrieb, denn sie selbst sei ja auch fast so alt wie Madonna. Leider erwischte sie Madonna mit dem Tribut für eine Frau von 60 auf dem falschen Fuss. Ich würde ihr sehr wünschen, dass sie ihr Alter nicht als Schande ansieht, sondern es sich zueignet. Sie müsste dann nicht mehr Sex und das Schmachten nach dem Einen besingen, denn mal ehrlich, sowas haben wir klugen Frauen in diesem Alter abgelegt, aufatmend. Genau, Madonna, du könntest aufatmen, dich gut neu erfinden. Aber dazu muss all der falsche Plunder weg, der dein wahres, gutes Alter leider noch verdeckt. Herzlich, Marianne, 66

http://www.marianneweissberg.ch: meine (Alters)Werke

Foto: Madonnas und mein Alter beerenmässig nachgestellt, leider nicht so akurat, denn ich konnte es kaum erwarten, die Beeri mit viiieeel Schlagrahm zu schlemmen…

Züri ausgewandert!

Eine Freundin und ich stecken in den Startschuhen für ein spannendes Projekt. Das erst einmal uns beiden sehr gefällt, ob auch anderen, das sehen wir dann. Jedenfalls war gestern ein strahlender Züri-Sonntag, perfekt für eine kleine Projekt-Recherche. Freuen Sie sich an den Bildern und den kurzen Kommentaren dazu. Erst einer zu der Route: Züriberg von oben nach unten, quer durch die Stadt und glücklich ausgewandert, schon wieder daheim. Und das soll jetzt eine richtige Wanderung sein? Ja. Ich bin ja eine, die lange Reisen nicht mag. Ich liebe es, überblicken zu können, wohin es geht. Und dann, angekommen, mein Daheim immer noch sehen zu können. Dafür ist der Züriberg perfekt, bin ich noch daheim, sehe ich ihn drüben, und wenn ich die Augen zusammenkneife, kann ich sogar die Leute erahnen, die hoch oben auf dem Panoramaweg spazieren. Bin ich dort angekommen, schaue ich rüber und sehe, wo ich vor kurzem aufgebrochen bin und bald wieder landen werde.

Aber erst einmal muss ich ja von hier nach dort, mit der S10 und dem Sächsi-Tram ab Hauptbahnhof. Logo ÖV. Sehr gute Idee, leider waren andere nicht dieser Ansicht. Schon ab Fluntern standen all die Autolöli Schlange, die eben per Auto in den Zoo einfahren wollten. Das Tram war  deshalb blockiert, endlich beim Zoo angekommen, glaubte ich, auf dem Autostrich zu sein, denn die Karren kurvten überall rum, um nicht vorhandene PPs zu finden. Also flüchtete ich mich erst mal in ein ruhiges Plätzchen, den mir noch unbekannten Friedhof, gleich hinter der Tramhaltestelle Zoo. Sehr schön: Tot sein mit Premium-Aussicht auf den See.

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Blöd bloss, dass ich vergessen hatte, was mir meine Mutter stets eingebleut hatte: immer aufs Klo, bevor du rausgehst!! Natürlich auch nie eine schwarze Handtasche zu braunen Schuhen zu tragen. Letzteres veraltet, ersteres aktuell, vor allem bei sechzig plus. Irgendwo hinter einem Baum in den Gärten einer Züribergvilla zu verschwinden, ging ja nicht. Also lief ich im Zopfbeck Kafi an der Fluntern (an oder in??) ein, bestellte einen Cappuccino und ein Zöpfli. Leider lieblos gebrüht, das Zöpfli ging grad so.

Aber das Klo, sehr hübsch. O Schreck, ich klinge ja schon wie eine alte Schrulle, die am liebsten Klos bewertet. Aber es sind halt so kleine Oasen, nach denen man wieder frohgemut ausschreiten kann. Zum Beispiel Richtung Friedhof Fluntern. Den hab ich, oh Schande nicht gefunden, wohl jedoch ein Stück Berner Oberland, kombiniert mit Griechenland und einer herrlichen Aussicht auf Züri. Doch bewundern Sie gleich selbst:

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In der City angekommen, quer und entlang Bahnhofstrasse/Uraniastrasse spazierend, fielen mir diese pinken Schuhe auf, die zur Frühlingsstimmung passen, dazu vielleicht eine der pastelligen Swatch-Uhren. Kauft die noch jemand ausser die Touris?

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Noch den Rest zu Fuss oder ab Selnau in den knallroten Zug? Was mir an solchen Fastnochdaheim-Tours gefällt, ist das Kleine und Spontane. Keine grosse Planung, keine Fahrpläne, einfach irgendwo ins Tram hüpfen, oder wie jetzt in eine S-Bahn Richtung Langnau. Kann mir jemand sagen, wieso die Billetautomaten immer da sind, wo man sie grad nicht mehr vor Abfahrt erreicht? Drum eine Station Schwarzfahrt, Ausstieg Giesshübel, kurzer Weg – und schon glücklich daheim. Ahhh.

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Fazit: Zwei Stunden Amüsement für nicht mal 11 Franken, das im Millionen-Züri, Anstrengung angenehm, 9500 Schritte geschafft. Man hätte durchaus etwas Kalorienhaltigeres schlemmen können, wenn man denn eingekauft hätte am Vortag. Egal, fein wars trotzdem. Alles, bis zum nächsten Mal, wenn es wieder heisst: Wir wandern aus, aber bitte bloss in Züri!

Wie ich mich von meinem Büro scheiden liess!

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Letzten Herbst hatte ich das Gefühl, jetzt fällt mir die Decke auf den Kopf. Die Tage wurden kürzer, ich fühlte mich unausgefüllt, alleine. Und das noch unfertige Manuskript meiner „Powergrazien“-Trilogie lag schon wochenlang unberührt auf dem Schreibtisch herum. Ich musste raus, raus aus dem Homeoffice, endlich eine kleine Büro-Familie haben, die man morgens begrüsst, abends sich von ihr verabschiedet, nach einem produktiven Arbeitstag. Kurz, ich wollte in einem echten Büro arbeiten. Nicht so einem, das zmitzt in meiner Wohnung liegt, von dem man nicht sagen kann: „Ich gehe jetzt ins Büro/ich bin jetzt im Büro/war das ein mühsamer/angenehmer Weg ins Büro.“ Halt die Sachen, die beweisen, dass man echt arbeitet. Also stöberte ich in einem Online-Stadtforum, sah unter Bürogemeinschaft/Co-Working nach und entdeckte ein vielversprechendes Inserat: Man suchte Bürogspänli für kreative Bürogemeinschaft, alles inklusive, Miete erstaunlich fair (wir sind in Züri…). Die Lage war zmitzt in der City, also vieeel besser als zmitzt in meiner Wohnung. Die Besichtigung war subito möglich. Ich spazierte dorthin, bewunderte den angenehmen Fussweg, die zentrale Lage, ähem vorne an einer nonstop befahrenen Durchgangsstrasse, hinten aber durchaus lauschig.

Ich unterhielt mich mit dem Scheff des Gemeinschaftsbüros, nennen wir ihn mal Nerdy-Norbert*. In der hellen Büroetage sassen noch einige andere. Ich war begeistert – sooo viele interessante Leute, soo ein schönes Büro – und zog umgehend an meinem luxuriös eingerichteten Arbeitsplatz, ich musste nur noch mein Notebook einstöpseln. Irgendwie war alles doch ein wenig unwirklich, wie kam es, dass ALLES da war, sogar die schon perfekt gespitzten Bleistifte, die schönen Bilder, die gebügelten Handtücher, all die Utensilien in der Küche, das ganze feine Mobiliar? Er habe dieses Büro-Gesamtpaket von einem berühmten Designer übernommen, erklärte NN. Toll dachte ich, so ein Glück, auch für mich.

Anfangs war alles einfach wunderbar, ich konnte jetzt sagen, ich gehe ins Büro, abends schritt ich müde, aber zufrieden durch meine Siedlung und strahlte dieses: Ich war wo, wo es wichtig war, aus. Ich fühlte mich endlich zugehörig, sogar zu  all den Rasanten, die mittags in der City die Esslokale stürmen, den gerade angesagten Fastfood in Plastikbehälterchen ins Büro zurückschleppen, um es da hinunterzuschlingen oder nur halb gegessen in den Bürokübel zu werfen. Mit denen, die, ständig das Phone vor der Nase, kreuz und quer meinen Arbeitsweg bevölkerten, weil sie unbedingt in ein Büro mussten, um das Wirtschaftswachstum zu erhöhen. Das hier war eben eine ganz andere Welt, nicht meine popelige kleine dihei, in der ich eifrig recycelte, nichts fortwarf, mich dauernd fragte: Was mache ich eigentlich Richtiges und Wichtiges? Und wenn ja, wieso merkt das niemand?

Nicht so Bürogspänli, nennen wir sie mal: Ego-Erika, sie zweifelte nicht an ihrer höheren Bestimmung, tippte wies Bisiwätter und referierte nonstop in ihr Telefonkonferenz-Mikrophon, mittags schritt sie zur Mikrowelle und erwärmte streng gewürzten Asia-Food. Ich hielt den Atem an und kaufte etwas perplex Ohropax. Und dann fragte ich Nerdy-Norbert, ob es eigentlich gewisse Regeln gäbe, in diesem Gemeinschaftsbüro, um sich gut zu vertragen? Nö, alle machten, was sie wollten, sagte NN. Besonders Erika, die sei halt so eine Willensstarke. Ich zuckte zusammen, weil ich merkte, dass es da schon eine firme Allianz gab. Zwischen einer, die das Gemeinschaftsbüro als Privatreich betrachtet, und einem, der sich willig der Büroleitstute unterwirft.

Solange alles noch so neu und aufregend war, ich davon angesteckt, sogar recht viel schrieb, war aber alles eben – noch neu und aufregend. So ein Gemeinschaftsbüro ist nämlich wie eine Beziehung. Aber keine, in der nur zwei mitmischen, es ist eher eine Menage à viele. Bei der die einen nie da sind, andere hie und da, einige nonstop. Letztere garantiert diejenigen, die man am wenigsten mag.  Und in einer solchen Menage spielen alle ihre ganz bestimmte Rolle; so wie sie es halt sonst auch tun, zuhause, bloss ginge mich das dann nix an, im Büro schon. Ja, Sie merken es, der Lack blätterte, die Verliebtheit in mein luxuriöses, externes Büro verflog peu à peu. Was soll ich sagen, ich begann mich zu nerven, ob dem ungelüfteten Büro-Mief, der mir morgens entgegenschlug, den verjästen Aludosen/Kaffeekapselbergen. Den Hustenorgien meiner Gspänli, die krank ins Büro wankten und mich prompt ansteckten.  Ich merkte, wie ich die anderen beobachtete, mich dabei beobachtete, wie ich beobachtete. Beides etwa gleich schlimm.

Ganz ähnlich erging es einem Freund, der ein halbes Jahr gemeinschaftlich arbeitete. Seine Gspänli waren sehr alternativ und pochten auf umfassendes Recycling. So stand ein sehr grosser Kompostes für Bioabfälle bereit, allerdings nicht draussen, sondern zmitzt im Büro. Eine Ameisenautobahn führte zwischen den Tischen durch, und als mein Freund Büchsli mit Ameisengift aufstellte, wurde er als Mörder beschimpft.  Als er an einem Sonntag ins Büro kam, verbarrikadierten Wäscheständer den Space. Man trockne am Wochenende hier eben die grosse Familienwäsche, so die Auskunft. Ah so, er hielt ein halbes Jahr aus, den letzten Monat bezahlte er nur noch die Miete und blieb lieber daheim, wo nichts miefte, und er tun durfte, was er wollte. 

Back in mein Büro: Hier war nun die bereits Phase eingeläutet, wo man die unschönen Seiten der Partnerschaft bemerkt, anfängt, sich aus dem Weg zu gehen, aber das tunlichst verbergen möchte. Man überlegt krampfhaft: Bin ich selbst zu anspruchsvoll/ui, pingelig? Was könnte ich tun, dass alles doch noch besser wird? Soll ich morgens besonders nett grüssen? Soll ich heimlich eine Runde putzen und lüften? Einen Kuchen spendieren? Ja, ich gebs zu, ich hab einiges davon gemacht, logisch veränderte sich gaar nichts. Wieso auch, prinzipiell finden ja alle: ich bin okay so. Sollen sich doch die anderen mühen. Halt wie in einer serbelnden Beziehung. Irgendwann resigniert man dann und denkt: Wie komme ich da bloss so schnell wie möglich wieder raus?!

So beginnt also nun die Trennungsphase, man notlügt, wieso man leiderleider gehen müsse, dann leitet man die Scheidung ein, sprich kündigt. Klar, ich war betrübt, kein Arbeitsweg mehr, nicht mehr mit wichtiger Miene verkünden können, dass ich wahnsinnig viel arbeite, im Büro und doch, doch, alles soo interessante Leute dort. Doch dann merkte ich, wie beschwingt ich mich wieder auf den Weg machte, auf den Heimweg in mein Dihei notabene, wie herzlich ich meine Wohnung begrüsste, wie ich mich freute, bald wieder im Badmantel über dem Notebook am Esstisch hocken zu dürfen, mit verstrubbelter Frisur. Alles nur ich selbst um mich herum. Und dieser allumfassende Frieden! Bis ich mir dann irgendwann wieder selber auf die Nerven gehe und ich denke: Ich muss wieder mal raus, aber dann kann ich ja auch in ein Kafi oder in die Bibi sitzen, das Notebook aufklappen und wichtig tippen. So muss ich ja gar niemandem erzählen, dass ich mich kürzlich scheiden liess – von jenem madig gewordenen Gemeinschaftserleben, zmitzt in der City.

http://www.marianneweissberg.ch – hier finden Sie mich virtuell, mitsamt einem gemütlichen Online-Buchshop. 

Foto: Also besonders appetitlich sah es bei mir zum Schluss auch nicht mehr aus…

„Happy Weihnukka“: Feiern für Meschuggene!

Lili Cover für Kolumne

Auch dieses Jahr darf meine Lieblings-Feiertagskolumne nicht fehlen, behutsam bearbeitet und ergänzt. Viel Vergnügen!

Jedes Jahr bin ich erneut verblüfft, dass meine christlichen Bekannten in einen Adventstaumel fallen, der sie nicht etwa erfreut, sondern völlig fertig macht. Ich selbst muss in der schönsten Zeit des Jahres nicht hysterisch werden, ich feierte bereits in aller Ruhe das achttägige, jüdische Lichterfest Chanukka. Das ist zeitlich mobil, doch meist fällt es ein, zwei Wochen vor die Weihnachtszeit. Chanukka ist ein schönes, aber kein Ehrfurcht einflössendes Fest wie etwa der Versöhnungsfeiertag Yom Kippur, an dem sogar sogenannte Dreitage-Juden/Jüdinnen in die Synagoge gehen. Dreitage-Jüdin? Man hält gerade noch die drei höchsten Feiertagen und hat vom Rest mehr oder weniger Ahnung. Ausser von gutem Essen. So wie ich.

Trotzdem, ein wenig Wissen muss hier sein, ich bin schliesslich Historikerin: Chanukka, das Lichterfest, hat folgenden Hintergrund. 165 v. Chr (also vor eurem Chef) lehnte sich ein gutaussehender Jude namens Judas Makkabäus, zusammen mit seinen Brüdern erfolgreich gegen die damalige Herrschaft der Griechen auf. Das wenige, noch vorhandene geweihte Öl konnte den neu geweihten Tempel unmöglich länger als einen Tag lang erleuchten. Wunderbarerweise reichte das Ölbehälterchen jedoch acht Tage lang. Wer‘s glaubt wird selig oder feiert eben fröhlich Chanukka, zündet die Kerzen am Chanukka-Leuchter an – jeden Tag eine neue, bis der Leuchter komplett und hell die Kinderaugen erleuchtet – und verteilt Geschenke an die Mini-Mischpoche, also die Kinder.

Auch meine Eltern rannten also im Dezember durch die Stadt, um Stofftiere und Feuerwehrautos zu kaufen. Wir Kinder wurden derweil zur Heimarbeit zu Gunsten von Tanten und Onkels verdonnert. In grässlicher Erinnerung sind mir jene zig Kleiderbügel, die im Akkord in türkis Filzverkleidungen gehüllt und mit wunden Fingerbeeren zugestichelt werden mussten. Oder wir sollten sommers Schmetterlinge jagen, sie mit Äther umbringen, sie pressen und hübsch hinter Glasrähmchen legen. Jetzt wissen Sie, wer die Schmetterlinge ausgerottet hat.

Das Schönste an unserer Chanukka-Feier war jedoch immer das Essen, es duftete schon Tage zuvor durchs ganze Haus, knoblauchig nach der damit eingeriebenen Gans, süsslich nach Rotkraut und Apfelmus, zwieblig nach Zibbeles, der gehackten Leber. Die Hühnersuppendämpfe wabberten aus der Küche. Wir Kinder schlichen uns immer wieder in die Küche, um irgendwo unsere Finger hineinzubohren oder gleich einen ganzen Mazzeknödel zu mopsen und wurden dann schimpfend verjagt.

Am Chanukka-Abend sangen wir vielstimmig falsch das Chanukka-Lied. Die erste Strophe ging einigermassen, weil meine Eltern zerfledderte Kopien des Textes verteilten. Höhepunkt war jedes Jahr unsere Lieblingstante Gustl, die jauchzend das fettige Gänsehinterteil verspeiste, während wir ihr ehrfürchtig zusahen. Einmal entflammte der Flambiertisch, auf dem mein Vater wie jedes Jahr eine Kupferpfanne mit Bananen und Dosenananas mit viel zu viel Schnaps in Brand setzte. Wir trugen die lodernde Bescherung in den Garten. Und waren stolz auf das Malheur, denn es war genauso eindrücklich wie ein lichterloh brennender Weihnachtsbaum. Leider reichte es nicht zum Rufen der Feierwehr. Wobei, wir hätten das womöglich unterlassen, denn wir waren überassimiliert, niemand sollte wissen, dass wir jüdisch waren. Ja, die ersten Jahre feierten unsere Eltern fröhlich Weihnachten, erst als wir dahinterkamen, dass das ein Fake war, forderten wir Kinder die Einführung von Chanukka.

Doch wenn die Kindertage vorbei sind, der eigene Nachwuchs flügge geworden ist, wird man Chanukka etwas wehmütig ad acta legen. Und schielt zunehmend neidisch wieder auf Weihnachten, überlegt, wie man sich da auch als Ungläubige diskret einklinken könnte. Immerhin hatte man ja reichlich Zeit, zu beobachten, wie sich „die Anderen“ durch ihre schönste Zeit des Jahres managen. Die zieht sich seit einigen Jahren gummiartig bereits in die warme Jahrezeit hinein. Dieses Jahr konnte ich einen Rekord notieren: Ein Discounter bot schon Ende August Weihnachtsschmuck und Lebkuchen an. Ist das nicht ziemlich meschugge?

Dann die Präsente! Wer zu Weihnachten was wem schenkt, ist offenbar eine elementare Frage. Etwa in der Familie meines Goj-Friends, den ich nicht zuletzt verliess, weil die Weihnachtsfeste so steif abliefen, die Kinder statt Büchern Barbies bekamen und das Essen schlecht war. Sowas gilt unter uns als Todsünde. Einmal legte der Bruder meines alsbald Ex-Goj-Friends eine Kunststoff-Handgranate unter den Weihnachtsbaum, darin ein Herrenduft. Ich war fassungslos. Ist Weihnachten nicht das Fest des Friedens? Solche Geschmacksverstauchung kann eine interreligiöse Beziehungen sehr schnell zerstören.

Überlebenswichtig ist offenbar auch, wer an Weihnachten wohin eingeladen wird und wer nicht. Nun schreibt man depressive Tendenzen ja stets unseren Leuten, zu. Das ist richtig, doch an Weihnachten sind die „Anderen“ diesbezüglich nicht zu toppen. Sie sind deprimiert, wenn sie wo eingeladen werden, weil sie nicht dorthin gehen wollen, und wenn sie nicht eingeladen werden, leiden sie noch viel mehr und geniessen das nicht einmal. Sie fürchten sich vor Familienkrächen am Heiligen Abend. Aber drum lieber fröhlich alleine zu sein, gilt als Katastrophe.

Solch langweiligen Devisen gibt es bei uns nicht. Man ist ja gerne auch mal solo, weil die Mischpoche, die immer und in alles dreinredet, eine nervige Angelegenheit ist. Und an jüdischen Festen gilt Streit und Geschrei und Tränen als normal, vor allem bezüglich des Essen: Ist es gut, ist es besser als letztes Jahr? Warum ist die Gans so zäh? Man droht den Metzger zu ermorden. Wieso machte die Mamme die Mazzeknödel so hart wie Golfbälle? Mutter heult, Vater droht, die Kinder kreischen, die ledigen Tanten nörgeln, Kuppelversuche, den hochbegabten, seltsamerweise noch ledigen Neffen an die hübsche Schickse zu bringen, schlagen peinlich ins Leere, aber all das ist normal, niemand MUSS ja andere lieben.

Natürlich werde ich auch dieses Jahr von den „Anderen“ dauernd mitfühlend gefragt werden, was ich denn an Weihnachten so mache? Früher ging das bei meinen Schulfreundinnen so. Die: „Was machst du an Weihnachten?“ Ich: „Wir wir feiern Chanukka.“ Sie: „Ja schon, aber was macht ihr also an Weihnachten?“ Ich gab klein bei und spielte in den Krippenspielen stolz den Engel im weissen, gestärkten Nachthemd und mit Watteflügeln, durfte genau wie meine Freundinnen falsch blockflöten, also war ich irgendwie auch dabei. Oder doch nicht? Denn beim Hauptpersonal an der Krippe durfte ich nie mitmischen. Fies. Langfädige Erklärungen, wieso ich nicht mit von der Partie sein werde, erspare ich mir also heute lieber, obwohl wir in einer Multikulti-Gesellschaft leben. Geht es um Weihnachten, wird der Blickwinkel nämlich wieder eng.

Grund: Die Menschen haben einfach keine Zeit über etwas anderes als DAS Fest nachzudenken. Und soll  ich etwa sagen: Tut mir nicht leid, euer meschuggenes Fest geht mich nichts an? Hie und da tue ich das sogar, doch dann denke ich dies: Jetzt in diesen Zeiten, in denen sich die Ethnien längst gemixt haben, sollte man fröhlich „Weihnukkah“ feiern. So haben ja alle etwas: Tanne und Leuchter. Doppelte Geschenkeberge. Dramatik und Depressionen. Drum auch hier, für Sie alle: Fröhliches Weihnukka und natürlich einen guten Rutsch in ein möglichst friedliches 2019!

www.marianneweissberg.ch

Illu: Ein damaliger Coverentwurf für „Lili und der Schmock!“ (Roman von Marianne Weissberg, EditionVollreif, Zürich) by Ilka Riedler Zimmermann, Hannover

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Heute denke ich den ganzen Tag an Gideon Klein.

Gideon Klein lächelnd

Heute denke ich den ganzen Tag an Gideon Klein. Ich wusste überhaupt nicht, wer Gideon Klein war. Bis ich vor einigen Tagen ins Schauspielhaus ging. Dort sollte das ZKO, das Zürcher Kammerorchester, spielen, Iris Berben die Schauspielerin, Texte rezitieren. Es war einige Tage vor dem achtzigsten Jahrestag der Reichsprogrom-Nacht anno 9. November 1938. Ich ging wegen Iris Berben, deren Filme für mich ein Muss sind. Und ich hoffte, dass die Texte, die sie las, nicht zu traurig sein würden. Man will ja nicht immer darüber nachdenken, sogar ich, als Jüdin. Man will ja mal vergessen, diesen „Vogelschiss“ in der Geschichte des deutschen Reiches, wie es Gauleiter, äh, Herr Gauland von der AFD, es neulich formulierte. Leider kann ich das nicht, denn ich fühle mich immer latent bedroht. Obwohl ich mich dagegen wehre, gegen dieses verdammte Opfergefühl. Ich versuche, Demagogen wie Blocher, Köppel, Somm, so einige der rechten und rassistischen Hetzer, in der Schweiz, auszublenden, diejenigen in USA, Brasilien, Polen, Russland – oh Gott, die Liste wird immer länger – zu überhören. Aber war das nicht auch so vor und während der Diktatur der Nazis? Hat man hier und dort und überall nicht lieber weggehört, gehofft, es wird nicht so schlimm, die verschwinden sicher wieder.

klein_gideon_1

An diesem Abend mit dem ZKO und Iris Berben lernte ich Gideon Klein kennen. Das Programm präsentierte beinahe vergessene Musik. Sie war untergegangen, weil die MusikerInnen, KomponistInnen deportiert und ermordet wurden. So wie Gideon Klein. Er wurde 1919 in Prag geboren, war wie man heute sagt: ein Wunderkind. Ich rechnete nach, Gideon war 7 Jahre jünger als mein Vater, einige Jahre jünger wie meine Mutter. Meine Eltern wurden in Zürich geboren. (deren Eltern noch in Polen). Das ist der grosse Unterschied. Gideon wuchs in Prag auf. Gideon wurde 1941 nach Theresienstadt deportiert, während meine Eltern hier in Sicherheit waren. Das haben sie übrigens nie so gesehen, sie sassen buchstäblich jahrelang auf gepackten Koffern. In Theresienstadt, diesem „Vorzeige“-Camp der Nazis, komponierte und spielte Gideon mit und für die Mitgefangenen. Er (über)lebte dort bis 1944, das Kriegsende war ja nah, ich stelle mir vor, dass Gideon hoffte und den Vormarsch der Allierten vielleicht mitbekam. Dann wurde er „verlagert“ nach Fürstengrube, wo er als Arbeitssklave im Steinkohlebergwerg schuftete. In einem Bericht über Gideon las ich, dass er schliesslich „aus ungeklärten Umständen“ starb. Ich dachte darüber nach: Was bedeutete das für Gideon? Wie kann man das verstehen? Ich zitiere nach dem untenstehenden Info-Foto aus Wikipedia, man kann den Schlagworten folgen, um mehr zu erfahren.

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„Das Konzentrationslager Fürstengrube, auch Lager Ostland war eines der größeren Außenlager des KZ Auschwitz.[1] Es befand sich in Fürstengrube (polnisch Wesoła). Am 19. Januar 1945 wurde das Konzentrationslager wegen der herannahenden Roten Armee geräumt. Unter SS-Oberscharführer Max Schmidt wurden die 1283 Gefangenen auf einen Todesmarsch geschickt, der in Fürstengrube mit einer Erschießungsaktion begann und zunächst in das schleswig-holsteinische Ahrensbök, den Heimatort des Lagerleiters, führte. Die überlebenden 400 Häftlinge wurden auf die Cap Arcona gebracht, die am 3. Mai 1945 in der Lübecker Bucht von Flugzeugen der Alliierten versenkt wurde.“

Starb Gideon erschöpft irgendwo am Strassenrand, wurde er mit einem Genickschuss hingerichtet, ertrank er? Ich denke, es ist korrekt wenn ich sage: Gideon wurde ermordet, und das so kurz vor Kriegsende. Wie konnte er das ahnen, als er als kleiner Junge so behütet aufwuchs. Obwohl sein Leben schon früh von den Nazis „verpfuscht“ wurde, gab er jedoch nie auf, in all den schrecklichen Jahren in den Camps. Und genau das hörte ich auch in Gideons Komposition, die im Schauspielhaus gespielt wurde. Ich kenne mich nicht so aus mit klassischer Musik, aber jetzt merkte ich deutlich, wie die Geigen, der Viola antwortete, wie das Cello sich anschloss. Gideon redete mit diesen Tönen zu dem Publikum damals, im Lager, jetzt zu mir. Und so ging ich nach Hause und wollte endlich vor mir sehen, wer Gideon war. Ich stellte mir einen gut aussehenden Mann vor, der ein gutes, fröhliches, vielversprechendes Leben vor sich hatte. Und als ich die Fotos im Internet ansah, sah ich genau das: Einen gut aussehenden, sensiblen, hoffnungsvollen, jungen Mann. Und deshalb denke ich heute den ganzen Tag an Gideon Klein. Wie er war, was er geschaffen hat, was er alles in seiner, der Welt, gesehen hätte, wenn er länger gelebt hätte? Das macht mich sehr traurig.

Gideon Klein mit Signatur

 

Fotos: Die Fotos sind aus diversen Quellen, die das Andenken an die Ermordeten pflegen

Unter dem Stichwort Gideon Klein kann man viele Aufnahmen u.a. auch der erwähnten Komposition anhören.

Tags: #Freiheit, #Geschichte, #Gesellschaft, #Kultur

 

 

 

Herbstpause….

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Ich mache auch dieses Jahr wieder meine berühmte Blog-Herbstpause 🙂 Sie ist angefüllt mit kulinarischen Köstlichkeiten, Lesen, Spazieren, ein bisschen Betüdeln meiner süssen Enkelin –  und dem Akklimatisieren in meiner Bürogemeinschaft. Ja, ich arbeite neu nicht mehr im Home Office, sondern mitten in Züri unter netten KollegInnen. Doch davon nach der Pause. Ich wünsche Ihnen ebenfalls eine bunte Herbstzeit!

http://www.marianneweissberg.ch & http://www.vollreif.ch